Kategorien: Everyday Life, Fotos, Lustiges, Peinliches und Ungewohntes, Nicht so Lustiges, Reiseberichte

12.08.07

Permalink 00:00:18, von genetix, 420 Wörter, 3051 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life, Lustiges, Peinliches und Ungewohntes, Fotos

Achtung, sehr gefährlich!!!

Wenn man den Japanern eins ganz bestimmt nicht vorwerfen kann, dann ist das die mangelnde Sorge um die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Mitmenschen. Dieser Eindruck draengt sich einem zumindest geradezu auf, wenn man mal einen naehren Blick auf die allgegenwaertigen Warn- und Hinweisschilder wirft und ein wenig die Ohren offen haelt.

Es faengt bereits beim Einkaufen an, wo man per Lautsprecherdurchsage nicht nur darauf hingewiesen wird, dass man auf der Rolltreppe doch bitte im weiss umrandeten Bereich stehen und sich festhalten soll, sondern auch darauf, dass man bitte seine Kinder im Auge behalten und an die Hand nehmen soll, damit diese nicht abhanden kommen. Auch der Hinweis, man koenne mit Pfennigabsaetzen in der Rolltreppe haengen bleiben und sich verletzen, gehoert zum Standardrepertoire der Lautsprecherdurchsagen…:p

Selbstverstaendlich warnen LKWs wahlweise per Sprachansage oder Piepton, wenn sie rueckwaerts fahren, Krankenwagen, Polizei und Feuerwehr sagen an jeder Kurve an, in welche Richtung sie als naechstes fahren wollen und der Busfahrer warnt natuerlich auch, wenn er um die Kurve fahren oder an einer Ampel anhalten will.

Ganz besonders nett fand ich auch eine Mail mit dem Titel “Notice for traffic safety", die von meiner Uni an alle Promotionsstudenten geschickt wurde. Dort wurden wir darauf hingewiesen, dass ein Mitstudent vor einer Weile einen Unfall verursacht hat, dass dies sehr bedauerlich sei, und dass wir uns doch bitte von jetzt an alle an die Verkehrsregeln halten und ganz besonders auf unsere Sicherheit im Strassenverkehr achten sollten, damit dies nicht nochmal vorkommt. Hatte ich schonmal erwaehnt, dass das Durchschnittsalter der Promotionsstudenten bei uns am Institut irgendwo um die 30 liegt und dass ich den letzten Hinweis dieser Art vermutlich irgendwann kurz vor Abschluss der Grundschule bekommen habe? ;) Ich war fast schon ein wenig enttäuscht, dass wir die Mail nicht von unseren Eltern unterschreiben lassen und wieder mitbringen sollten. |-|

Mein klarer Favorit ist allerdings dieser anschaulich illustrierte Beipackzettel, den ich in einer Packung Stecknadeln gefunden habe:

Stecknadeln nicht essen
Stecknadeln bitte nicht essen!

Also fuer die, die es bisher noch nicht wussten - Stecknadeln bitte nicht essen und natuerlich auch nicht an die Kinder verfuettern, sie nicht auf dem Boden herumliegen lassen, da man darauf treten und sich schwer verletzen koennte, und bitte BITTE aufpassen, sich nicht damit in den Finger zu stechen. B)

Auch schoen, der Hinweis auf der Essstaebchen-Verpackung: Diesmal sogar auch auf Englisch, schliesslich mochte man ja auch die armen Auslaender, die kein Japanisch lesen koennen, nicht ungewarnt in ihr Unglueck rennen lassen: “Toothpick may hurt your finger":

sehr gefaehrlich
Sehr gefaehrlich!

In diesem Sinne… 危ないですから、ご注意ください! (abunai desu kara, go-chuui kudasai!)

29.07.07

Permalink 22:42:38, von admin, 130 Wörter, 2924 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life, Lustiges, Peinliches und Ungewohntes, Fotos

Achtung, Geldfresser!

Ich bin heute seit Langem mal wieder in “meinem” Spielzeugladen in Ueno gewesen, und auch wenn ich sonst um “Geldfresser” lieber einen grossen Bogen mache (wenn man von der Amazon-Website mal absieht ;) ), hat es mir dieser hier echt angetan:

Facebank
Face Bank Sparschwein

Das Ding ist ein Sparschwein und heisst “Face Bank". Wenn man ein Geldstueck in die Naehe haelt, dann guckt das Gesicht in der Mitte dem Geldstueck hinterher und oeffnet den Mund. Legt man der “Face Bank” das Geldstueck in den Mund verspeist sie es mit recht realistisch aussehenden Mundbewegungen.

Hier ein Video, das ich aufgenommen habe, und wo man besser sieht, wie das Ding funktioniert:

Ich habe gerade noch ein Video im Netz gefunden:

Ich glaube, das muss ich haben… ;)

22.07.07

Permalink 00:22:25, von admin, 8 Wörter, 2856 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life, Geeks Only

Mein elektronischer Kollege...

…nach einem laaaangen Programmiersamstag:

Aibo muede

…Wovon Roboterhunde wohl traeumen?

20.07.07

Permalink 18:59:00, von admin, 35 Wörter, 1236 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Deutschland, ich komme..... doch nicht!

Ok, Kommando zurueck, ich komme doch nicht nach Deutschland, sondern darf mich vor Ort auf das Projekt vorbereiten.

(Sorry, der Beitrag war laenger, ist aber leider Datenbankproblemen zum Opfer gefallen [war vielleicht auch besser so |-| ].)

Permalink 15:05:41, von genetix, 235 Wörter, 1212 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Deutschland, ich komme... !

Nachdem ich seit Mitte Juni weiss, dass ich vermutlich vielleicht moeglicherweise unter Umstaenden irgendwann fuer eine gewisse Zeit |-| zur Vorbereitung meines neuen Projekts nach Deutschland fliegen soll, scheint sich der Termin nun endlich entschieden zu haben. Anfang August (vermutlich am 1. oder 2.) geht es los und am 16. werde ich dann hoffentlich lebend und mit moeglichst viel neuen Informationen im Kopf wieder in Tokyo ankommen. Zeit habe ich dafuer eigentlich ueberhaupt nicht, weil September/Oktober mal wieder Abgabetermine fuer Papers anstehen und mir dafuer noch wichtige Experimente fehlen, aber wie sagt der Japaner so schoen… shikata ga nai… (Da kann man nichts machen…) :roll:

Am 26. - 30 August fliege ich zur Ro-Man nach Jeju Island, Korea. Bin schon sehr gespannt, denn das ist die erste Konferenz, an der ich selbst teilnehme und was erzaehlen darf… :)

Am 28. Juli ist hier in Tokyo das Sumidagawa Feuerwerk ( 隅田川花火大会 ) http://sumidagawa-hanabi.com/index_eg.html . Im Sommer finden ueberall in Japan grosse Feuerwerks-Events statt - ganz im Gegensatz zu Sylvester, wo es in Japan kein Feuerwerk gibt - und das Sumidagawa Hanabitaikai ist das groesste Feuerwerk in der Umgebung von Tokyo. Letztes Jahr war ich nicht da, und um einen Platz abzubekommen, von dem man tatsaechlich etwas sehen kann ohne von Menschenmassen zerquescht zu werden, muss man vermutlich dort in der Naehe eine Wohnung haben und vom Balkon aus zuschauen, aber vielleicht wird mich die Neugier dieses Jahr doch zumindest fuer ein Stuendchen dort hintreiben. B)

13.07.07

Permalink 23:53:12, von admin, 48 Wörter, 1137 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Neue Blog-Version

Weil es mal wieder technische Probleme gab, musste ich das Blog auf die neuste Version upgraden. Leider laesst sich mein altes Design nicht so ohne weiteres uebernehmen, so dass ihr, bis ich mal wieder ein wenig Zeit zum Basteln finde, mit einem etwas angepassten Standarddesign vorlieb nehmen muesst.

09.07.07

Permalink 01:52:45, von admin, 129 Wörter, 1080 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Sorry!

Ich lebe noch, werde hier (und in den Foren, wo ich sonst unterwegs bin, falls sich jemand wundert) aber wohl noch eine Weile stressbedingt auf Tauchstation bleiben... Also sorry an alle, die auf Updates warten. Die Kurzfassung: In der Firma gibt's ein neues Projekt fuer mich, das bedeutet voraussichtlich wieder zwei Wochen Nuernberg, Ende August fliege ich nach Korea zur RO-MAN 07 und zwischendrin sind Experimente und Dauer-Programmieren angesagt, weil ich im September und Oktober meine naechsten Abgabetermine fuer Papers habe... Ich melde mich, sobald ich mal wieder etwas Luft habe. Dann stelle ich auch endlich den seit Wochen halb-fertigen Bericht ueber das Kanda Matsuri hier rein.

Tschuessi und sorry an alle, die noch auf Mails von mir warten. Ich schreibe ganz bestimmt, auch wenn das alles gerade etwas dauert...

20.05.07

Permalink 14:52:58, von admin, 527 Wörter, 1135 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Was fuer eine (ESEC-)Woche!

Diese Woche war hier im Tokyo Big Sight die ESEC (Embedded Systems Expo & Conference) und ich war dort, um unser Projekt vorzustellen.

Die Hardware fuer mein Projekt ist dank eines Fehlers des Versandunternehmens erst Montag Nachmittag gekommen, dann fehlte noch eine Firewire-Karte fuer den Rechner, die ich auf die Schnelle noch besorgen musste, ausserdem war abends noch ein Projektrueckblick angesagt, so dass die Woche am Montag gleich mit einer ordentlichen Portion Ueberstunden anfing... Immerhin lief irgendwann Montag abends dann alles, und ich konnte das System am Dienstag auch tatsaechlich an unserem Stand aufbauen. Eigentlich haette ich ja Dienstag Nachmittags gerne noch zur Uni gewollt, wo schon Mittwoch und Donnerstag fuer die Messe verplant waren, aber bis alles so aufgebaut war, wie geplant, war es leider schon kurz vor 7, und von Odaiba zurueck braucht man auch nochmal eine gute 3/4 Stunde, so dass daran nicht mehr wirklich zu denken war.

Von Mittwoch bis Freitag war dann die eigentliche Messe. Zusammenfassend laesst sich sagen - viele interessante Gespraeche, taeglich 8 + x Stunden auf die Dauer doch recht anstrengendes Rumgestehe und eine Menge japanische Fachwoerter, die ich nach den 3 Tagen und vermutlich knapp 100 Versuchen, unsere Software vorzustellen, garantiert nie wieder vergessen werde. ;)

ESEC

Auf dem Bild sieht man mich, und das Projekt, das ich vorgestellt habe... Insgesamt hatten wir an unserem Stand vier von diesen Saeulen fuer die verschiedenen Projekte. Leider sind auf den anderen Fotos ueberall noch andere Leute drauf, von denen ich nicht weiss, ob sie so begeistert davon waeren, in meinem Blog aufzutauchen.

Am ersten Abend war dann noch ein Empfang - mit erstaunlich kurzen Reden (daran duerfte man sich in Deutschland gerne ein Beispiel nehmen! ;) ) und dafuer um so leckererem Essen und netten Gespraechen mit den Kollegen, so dass ich erst gegen 10 Uhr zu Hause war.
Am zweiten Abend waren wir mit der Firma und den deutschen Mitarbeitern, die extra fuer die ESEC nach Japan gekommen waren in einem Restaurant mit typisch japanischer Kueche. Ich denke, wir hatten alle viel Spass, aber als ich endlich zu Hause war, bin ich auch nur noch ins Bett gefallen... Am Freitag war die Messe um 6 zuende, ich habe noch kurz die Hardware wieder abgeliefert und um 9 war ein Treffen mit meinen ehemaligen Praktikantenkollegen und ein paar der japanischen Mitarbeiter von AK angesagt und der Abend war noch sehr lustig... Irgendwann um 1 war ich zu Hause, und bin trotz eingeschaltetem Licht und Laptop neben mir im Bett eingeschlafen und erst Samstag Vormittag irgendwann wieder wachgeworden. Nicht, dass die Woche koerperlich extrem anstrengend gewesen waere, aber wenn ich den ganzen Tag Japanisch rede, habe ich am Ende nicht nur einen Knoten in der Zunge sondern auch einen im Hirn - und das macht anscheinend muede. ;)

Dass ich fuer die Uni die Woche nichts mehr geschafft habe, war irgendwie ja zu erwarten, so dass ich dieses Wochenende trotz bestem Wetter zu Hause sitze und programmiere, aber trotzdem war die Woche nicht nur anstrengend sondern vor allem auch sehr interessant und lehrreich fuer mich und es war auch eine Menge Spass dabei. Ausserdem bleibt auf so einer Messe immer mal ein wenig Zeit fuer Gespraeche mit den Kollegen, die im normalen Arbeitsalltag manchmal ein wenig zu kurz kommen. :)

30.04.07

Permalink 16:16:50, von admin, 276 Wörter, 1099 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Golden Week!

Auch dieses Jahr ist in Japan natürlich wieder Golden Week - und zwar genau seit Samstag. :) Bis auf Mittwoch Morgen habe ich eine ganze Woche frei! :) Dieses Jahr habe ich nichts Besonderes geplant. Nächste Woche muß ich in der Vorlesung "Intelligent User Interfaces" meine Arbeit vorstellen und bin in sofern mal wieder beschäftigter, als ich gedacht hatte. Abgesehen davon kämpfe ich (mal wieder) mit den Unwägbarkeiten der OpenCV-Programmierung. ;) Abgesehen von kleineren Problemen beim Ansteuern von Kameras unter Windows ist OpenCV allerdings eine wirklich geniale und sehr umfangreiche Sammlung von Algorithmen im Bereich Bildverarbeitung und Computer Vision. Wer sich für diesen Bereich interessiert, sollte unbedingt mal einen Blick darauf werfen.

Ende Mai ist hier übrigens das "Kanda Matsuri", ein großes Festival am Kanda-Schrein hier ganz in der Nähe. Die erste Deko ist schon zu sehen und in dem Laden nebenan ist einer der portablen Schreine (Mikoshi), die während des Festivals durch die Gegend getragen werden, ausgestellt. Vielleicht mache ich noch ein paar Fotos und liefere sie nach.

Zwischen meinem letzten Posting und diesem hier war hier in Japan übrigens mal wieder Kirschblütenzeit. Hier ein paar Eindrücke aus dem Ueno-Park:

Auf dem Weg zum Park
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Ueno Park

Kirschblüten
Kirschblüten...

Mehr Kirschblüten
...noch mehr Kirschblüten

... und unglaublich viele Japaner!
... und auf jede einzelne Kirschblüte kommen mindestens drei Japaner. ;)

Picknick unter Kirschbäumen
Eins der besonderen Vergnügen (zumindest wenn man Menschenmassen mag) zur Kirschblüten-Zeit ist das Hanami-Picknick. An dem Wochenende, wo diese Fotos entstanden sind, hat es allerdings nur zu einem kurzen Spaziergang gereicht. Dafür war ich am Wochenende drauf mit ein paar Freunden beim Hanami im Yoyogi-Park. Leider gibt es davon keine Fotos.

01.04.07

Permalink 23:14:01, von admin, 1336 Wörter, 1136 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Hiroshima 広島

Nachdem ich die letzten Wochen kaum Gelegenheit hatte, irgendwas anderes zu tun, als zu arbeiten, habe ich das letzte Wochenende in Hiroshima verbracht und dachte mir, dass ich das auch mal wieder hier im Blog festhalten sollte. Sorry an die, die schon wieder seit Wochen auf ein Lebenszeichen von mir warten müssen.

Grund meiner Fahrt nach Hiroshima war eigentlich ein Besuch bei einem Kunden von meiner Firma. Ich bin mit dem Chef gemeinsam hingefahren und netterweise durfte ich dann das Wochenende in Hiroshima bleiben.

Die Tage davor waren einigermaßen stressig und lang. Am Abend vor der Fahrt nach Hiroshima war ich noch bis kurz vor Mitternacht in der Firma, bin dann mit dem letzten Zug nach Hause gefahren und war morgens um halb 6 schon wieder da, um noch die letzten, abschliessenden Tests zu machen. Nachdem mein Chef sich also in Richtung Tokyo verabschiedet hatte, ging mein erster Weg daher ins Hotel, weil ich dringend Schlaf nachzuholen hatte. Das Hotel hatte ich mir glücklicherweise aus dem Internet schon gebucht und so lief alles reibungslos.

Am nächsten Morgen war ich dann auch tatsächlich einigermaßen wach, womit ich am Vortag wirklich nicht gerechnet hatte, und habe mich gleich nach dem Frühstück auf den Weg nach Miyajima ( 宮島 ) gemacht. Miyajima ist eine Insel vor Hiroshima. Vom Bahnhof Hiroshima fährt man mit der Sanyô Line etwa 20 Minuten bis zum Bahnhof Miyajimaguchi, von dort dann weiter mit dem Schiff nach Miyajima.
Ein Bild von Miyajima werden vermutlich die meisten schon gesehen haben, denn man findet es in fast jedem Japan-Reiseführer. Es handelt sich um eins der großen Torii vor dem 1168 erbauten Itsukushima Schrein ( 厳島神社 ), dass bei Flut mitten im Wasser steht.

Torii

Auf der Insel angekommen wird man von einem ganz besonderen "Empfangskommitee begrüßt:

Tierisches Empfangskommitee

Freilaufende Rehe findet man auf Miyajima nahezu überall und es ist kaum vorstellbar, wie zutraulich die Tiere sind. Gleich mehrfach habe ich die Warnung gelesen, bitte auf seine Bahntickets aufzupassen, weil die Rehe auch Papier fressen, und die Tickets leider auch bei "Rehfrass" kein zweites Mal ausgestellt werden können. Ich persönlich fand die Warnung zwar eher amüsant, aber wer schonmal hier war, weiß, daß niemand besser darin ist, vor allem und nichts zu warnen, als die Japaner. Selbstverständlich kann da eine unmittelbare Gefahr wie die Anwesenheit potentiell Ticket-fressender Rehe nicht unerwähnt bleiben!

Achtung, Rehe!

Was mich an Miyajima total beeindruckt hat, ist, dass die Umgebung sich wirklich perfekt dazu eignet an einem einzigen Tag bei strahlendem Sonnenschein 11 Monate Tokyo zu vergessen. ;) Ich hatte das Glück, die Insel an einem Freitag zu besuchen und nicht am Wochenende, und ich kann mir vorstellen, dass es bei den Touristenmassen, die an Wochenenden sämtliche interessanten Orte Japans heimsuchen, weitaus weniger entspannend ist, aber so war es absolut perfekt. Zunächst ging es durch eine kleine Einkaufsstraße, zum Itsukushima-Schrein. Der Schrein steht auf Säulen im Wasser und bietet mit seinen langen Gängen wirklich einen wunderschönen Anblick.

Itsukushimaschrein

Lange Zeit was es für normale Menschen verboten, Miyajima überhaupt zu betreten, da man die Insel für einen Ort der Götter hielt. Wer zum Itsukushima Schrein wollte, mußte durch das große Torii vor der Insel kommen, entweder bei Ebbe zu Fuß oder bei Flut mit dem Schiff. Heute steht zwischen dem Allerweltstouristen und seinem Besuch im Itsukushima-Schrein glücklicherweise lediglich der Kauf einer Eintrittskarte, so daß auch ich in den Genuß kam, den Schrein zu besuchen, ohne dafür Mönch oder hochrangiger Staats"mann" werden zu müssen. Auf dem Foto sieht man den Blick vom Schrein auf das Torii, das man frueher auf dem Hinweg durchqueren musste.

Blick vom Schrein

Nach meinem Besuch am Itsukushima-Schrein ging es weiter zum Daishoin Tempel. Während man am Itsukushima-Schrein heiratet, ist der Daishoin Tempel ( 大聖院  ) für den "letzten Weg" zuständig. Die Umgebung ist nicht weniger beeindruckend, als der Itsukushima-Schrein. Überal findet man kleine Buddha-Statuen aus Stein und man kann verschiedenste O-Mikuji ( おみくじ ) kaufen, kleine Zettel, die einem die Zukunft vorhersagen. Ich werde übrigens in nächster Zeit "ein bißchen Glück" haben, besonders beim Lernen. ;)

Buddhastatuen

Weiter ging es dann zur Seilbahn zum Mt. Misen. In der Nähe der obersten Seilbahnstation findet man freilebende Affen, die zwar nicht ganz so zutaulich sind, wie die Rehe, die überall auf der Insel herumlaufen, aber sehr niedlich. Dass sie weniger anhaenglich sind, als die allgegenwärtigen Rehe, liegt sicher vor allem daran, daß es zwar überall Rehfutter gibt, dass es aber verboten ist, die Affen zu füttern, und welcher vernünftige Affe interessiert sich schon für Touristen, die ihm so rein gar nichts anzubieten haben? Trotzdem kommt man schon ziemlich nah an die Tiere heran, wie man hier sehen kann.

Affe

Die drei Affen

Affenbaby

Zu nah sollte man ihnen allerdings vielleicht besser auch nicht kommen. Zumindest schien dieser hier meine Kamera nicht besonders zu mögen.

Grusel-Affe

Nachdem ich mich entschieden hatte, mir den Weg ganz bis auf den Gipfel zu sparen, weil es schon ziemlich spät war, bin ich mit der Seilbahn wieder zurückgefahren. Auf dem Rückweg Richtung Bahnhof habe ich dann eine der Spezialitäten von Mijajima probiert - gebackene Austern.

Austern

Obwohl ich die rohe Variante lieber nicht probieren würde, fand ich die gebackene Variante durchaus lecker - abgesehen davon ist sie auch deutlich weniger teuer. Nachdem ich dann noch Omiyage für meine Kollegen besorgt habe und einen letzten Blick auf das große, rote Torii geworfen hatte - diesmal bei Ebbe - ging es zurück ins Hotel nach Hiroshima.

Torii bei Ebbe

Am Samstag wollte ich mir Hiroshima selbst ansehen, mußte zunächst aber noch zum Bahnhof um meine Rückfahrkarte umzubuchen. Eigentlich hatte ich die Rückfahrt schon für Samstag geplant, aber nach dem Tag in Miyajima hatte ich mich abends spontan enschlossen, im Hotel nach einer Verlängerungsnacht zu fragen.
Leider war der Samstag völlig verregnet. Vom Bahnhof, wo ich erstmal einen Schirm kaufen mußte, und natürlich zu einem Modell gegriffen habe, das nichtmal Kindergröße hatte, bin ich erstmal zum Atombombendom ( 原爆ドーム ) gefahren. Der Atombombendom ist das Gebäude der ehemaligen Industrie und Handelskammer von Hiroshima. Er wurde durch den Atombombenabwurf der Amerikaner am 6. August 1945 zerstört und ist eins der wenigen Gebäude, die als Ruine bis heute erhalten geblieben sind.

Genbaku Doomu

Nach einem Zwischenstopp im Hotel, weil ich total durchnäßt war, bin ich zum Friedensmuseum gefahren. Das Museum wird von einem Überlebenden des Atombombenabwurfs geleitet und enthält neben vielen geschichtlichen Dokumenten, unter anderem auch Briefen von amerikanischen Wissenschaftlern, die am Bau der Bombe beteiligt waren, auch Gegenstände, die sich in der Umgebung des Hypozentrums befunden haben, sowie Zeitzeugenberichte. Schrecklich fand ich persönlich die Exponate, die persönliche Gegenstände und Kleidung sowie Fotos von Atombomben-Opfern zeigten. Das ganze Museum ist eine sehr eindringliche Warnung und irgendwie sehr beklemmend. Ich hatte den Eindruck, ein Stück weit zu verstehen, was damals vorgefallen ist und es bleibt nur zu hoffen, daß sich Geschichte nicht wiederholt, denn was heutige Atomwaffen anrichten könnten, möchte man nach dem Anblick dieser Bilder lieber nicht erfahren müssen.

Friedensmuseum

Vom Friedensmuseum bin ich wieder zurück ins Hotel gefahren. Für meinen letzten Tag in Hiroshima, wo das Wetter glücklicherweise nochmal richtig schön war, blieb dann noch die Innenstadt übrig. Nachdem ich im Bahnhof mein Gepäck abgeladen hatte, bin ich in das Untergrundkaufhaus Shareo gefahren, und von dort zum Hiroshima Castle gelaufen. Das Schloss wurde nach dem Atombombenabwurf neu aufgebaut, es wurde aber versucht, das Original so weit wie möglich zu rekonstruieren. Die Ausstellung im Schloss fand ich nicht so spannend, aber dafür hatte man aus dem obersten Stockwerk einen tollen Ausblick auf Hiroshima.
Nach einem Besuch in der Innenstadt war es dann auch schon Zeit, in den Shinkansen zu steigen und nach Tokyo zurückzufahren. Alles in allem ein sehr entspannendes, lehrreiches und interessantes Wochenende, das mit dem festen Vorsatz endete, häufiger mal herumzureisen, so lange ich noch in Japan bin. Es gibt hier so viel zu sehen!

09.03.07

Permalink 16:05:41, von admin, 75 Wörter, 1132 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Papers, papers, papers....

Das Paper fuer die Ro-Man habe ich letzte Nacht endlich weggeschickt! Gluecklicherweise haben die Koreaner die Deadline von Mitte Februar auf heute verlegt. Ich hatte ja auf ein paar ruhige Tage gehofft, aber am 28. ist die naechste Deadline, diesmal fuer die IROS, und der Prof erwaehnte ganz beilaeufig, dass ich dafuer weitere Experimente brauche...

Hier mal ein Foto, das bei den letzten Experimenten entstanden ist, damit ihr sehen koennt, womit ich mich gerade so rumschlage.

AIBO

23.02.07

Permalink 20:47:10, von admin, 0 Wörter, 1069 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Herzlichen Glückwunsch, Eva!

Happy Birthday

06.02.07

Permalink 15:47:27, von admin, 126 Wörter, 1093 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

合格!!

Ich habe zwar eigentlich gar keine Zeit zum schreiben, muss mich aber zumindest mal eben oeffentlich freuen. Ich habe gerade mein Level 2 Zertifikat vom JLPT aus dem Briefkasten gezogen. Ich habe also tatsaechlich bestanden! :) Und das, wo ich am Tag vorher doch ernsthaft ueberlegt habe, gar nicht erst hinzugehen, weil ich keine Zeit zum Lernen hatte, und mir eigentlich nicht den ganzen Sonntag mit nem Japanischtest versauen wollte, der eh noch "viel zu schwer" ist... Darauf gab's heute Mittag dann erstmal 'ne Portion Sushi bei meinem Lieblings-Sushiyasan.. :)

Die Steuerung von meinem Roboter will nun auch endlich so, wie sie soll, und die Fragestellung fuer die Experimente ist auch ausgearbeitet. wenn ich bis morgen die Aufnahmefunktionen noch fertig bekomme, dann steht den Experimenten nichts mehr im Weg. :)

28.01.07

Permalink 17:36:06, von admin, 120 Wörter, 1031 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Sorry mal wieder!

Sorry, daß ich schon wieder so lange nichts von mir hören lasse. Eigentlich wollte ich noch ein paar Fotos von Sylvester in Japan hier reinstellen, aber das muß ich wohl später nachholen.
Bis Mitte Februar werde ich vermutlich nicht dazu kommen, hier viel zu updaten. Bis dahin muß ich das Paper für die RO-MAN '07 noch fertig bekommen, das ich eigentlich gar nicht eingeplant hatte, und bisher fehlen noch die kompletten Experimente und Auswertungen, weil ich mit der praktischen Umsetzung meines Projekts im Herbst ja erst richtig angefangen habe... Naja, mal sehen, wie es läuft. Wenn ich tatsächlich noch fertig werde, und das Paper angenommen wird, geht's im Herbst zu meiner ersten Konferenz nach Südkorea. :)

31.12.06

Permalink 17:30:43, von admin, 322 Wörter, 1303 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Frohes neues Jahr!

Wenn ich dieses Jahr noch einen Eintrag in mein Blog machen will, dann muß ich mich wohl ein bißchen beeilen. Zuerstmal wünsche ich allen ein frohes, neues Jahr! 良いお年を!

Sylvester und Neujahr wird hier ein wenig anders gefeiert, als man es aus Deutschland gewohnt ist. Während Japan für seine tollen Feuerwerke zur Sommerzeit bekannt ist, werde ich zu Sylvester dieses Jahr wohl auf mein Feuerwerk verzichten müssen, denn zu Sylvester gibt es das in Japan nicht. Stattdessen trifft man sich zu Neujahr mit der Familie und feiert das neue Jahr ein bißchen so, wie man in Deutschland Weihnachten feiert. Die Kinder bekommen Geschenke, häufig Geld, das sogenannte お年玉 (otoshidama), und die Familien gehen gemeinsam zu einem nahegelegenen Schrein oder Tempel. Diesen Schrein- beziehungsweise Tempelbesuch bezeichnet man auf Japanisch auch als 初詣 (hatsumoude).

Außerdem werden die Häuser mit Gestecken geschmückt. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Gesteck

oder auch so:

Tuerschmuck

Hier nochmal von ein bißchen näher dran:

Nahaufnahme

Typischerweise werden für diese Gestecke Kiefernzweige, Bambus, kleine Orangen (Mikan) und (künstliche) Pflaumenblüten verwendet.

Neben anderen kulinarischen Sylvester- und Neujahrstraditionen fand ich Kagami Mochi ( 鏡餅 ) besonders interessant, weil ich eine ganze Weile gebraucht habe, um herauszufinden, was das ist, als ich es zum ersten Mal im Konbini entdeckt habe:
Kagami Mochi

Es handelt sich um zwei aufeinander gestapelte "Kuchen" aus Mochi-Teig, einem süßen Reisteig, der aus einem ganz speziellen, besonders klebrigen und nahezu ausschließlich zur Mochi-Herstellung verwendeten Reis zubereitet wird. Auf einem Kagami-Mochi befindet sich in der Regel eine Mikan (die kann auch künstlich sein ;) ) und diverser Papierschmuck. Außerdem sind Kagami Mochi aus dem Konbini in der Regel in eine dicke Plastikhaut eingepackt (und enthalten nicht wirklich immer zwei Reiskuchen sondern gelegentlich auch einfach nur mehrere Mochi-Stückchen)

Wie ihr sehen könnt, bin jetzt bestens für das neue Jahr gerüstet:

Vorbereitet

Hier nochmal eine Nahaufnahme:

nahaufnahme

Bis zum nächsten Jahr! :)

Anja

24.12.06

Permalink 13:06:17, von admin, 34 Wörter, 1152 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Frohe Weihnachten! :-)

Hallo!

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten! :) Und natürlich ein gutes neues Jahr, aber bis dahin komme ich hoffentlich doch nochmal dazu, hier was zu schreiben! ;)

Liebe Grüße aus Tokyo,

Anja

09.12.06

Permalink 01:25:53, von admin, 39 Wörter, 1129 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Lebenszeichen :)

Hallo!

Nur für den Fall, daß mich jemand vermißt - Ich lebe noch :) Ab Donnerstag komme ich hoffentlich auch mal wieder dazu, hier was zu schreiben und ein paar nette "Weihnachtsbilder" aus Tokyo zu zeigen. :)

Tschüssi,
Anja

16.11.06

Permalink 20:35:05, von admin, 499 Wörter, 1142 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Von drauß von Tokyo komm ich her, und...

... muß Euch sagen auch hier "weihnachtet" es mittlerweile sehr. Daß die Japaner gerne bewährte Dinge aus anderen Ländern übernehmen, ist ja nichts Neues - die Schrift haben sie aus China, den Valentinstag aus Amerika, ebenso wie eine Flut von Anglizismen, Kimchi aus Korea, Raamen aus China und ein paar 100 andere Dinge von überall auf der Welt - warum sollten sie ausgerechnet vor Weihnachten zurückschrecken? ;)

Wie es aussieht, wenn in Japan die Weihnachtszeit eingeläutet wird, habe ich heute rein zufällig bei einem Besuch im Tokyu Hands in Shinjuku erfahren, wo ich vorbeigefahren bin, um ein paar "Bastelsachen" für die Uni zu besorgen.

Gleich am Eingang wird man bereits von Weihnachtsbäumen nahezu erschlagen, die allesamt fertig geschmückt und lustig blinkend auf ihre Käufer warten. Nicht zu vergessen ein überdimensionaler Schneemann, der mitten in der Luft hängt:
Eingang von Tokyu Hands

Lässt man sich von dem hübschen Arangement am Eingang noch nicht abschrecken, und wagt sich mutig ins innere dieses Horts reinster Weihnachtsvorfreude, so findet man noch weitere unverzichtbare Weihnachtsaccessoires, wie zum Beispiel ein mit dem Kopf wackelndes, überdimensionales Leuchtrentier für den Garten und diverse wild blinkende "Merry Christmas"-Schriftzüge. Der rot geschmückte Weihnachtsbaum links war übrigens mit Abstand das Geschmackvollste, was mir in dem Laden an Weihnachtsdeko begegnet ist - leider war er unverkäuflich ;):
Weihnachtsdeko, die erste

Während die Weihnachtsbäume am Eingang wenigstens noch farblich ihren Vorbildern in der Natur ähnelten, hat man bei diesen Exemplaren offensichtlich die Farbe völlig vergessen:
Weihnachtsdeko, die dritte

Wem aber auch das noch zuviel "Natur" ist, der kann sich sicher mit einem der folgenden "Bäume" anfreunden:
Weihnachtsdeko, die zweite

Auch außerhalb vom Tokyu Hands findet sich mittlerweile Weihnachtsbeleuchtung, wie zum Beispiel diese hier:
Weihnachtsbeleuchtung

Besonders ansprechend fand ich persönlich diesen Weihnachtselefanten. Ich bin nicht sicher, ob man die Flügel auf dem Rücken erkennen kann... ;) Auf jeden Fall handelt es sich um einen überdimensionierten, leuchtenden Elefanten mit Weihnachtsmannkostüm, der irgendwas auf seinem Rüssel balanciert und zu allem Überfluss auch noch Engelsflügel auf dem Rücken trägt...
Weihnachtselefant

... und jetzt beschwere sich nochmal wer darüber, wenn in Deutschland vor Totensonntag "frevelhafterweise" bereits Weihnachtsbeleuchtung zu sehen ist. ;)

Wenn man von diversen weihnachtlichen Ausrutschern absieht, ist Tokyu Hands allerdings ein Laden, den ich auf keinen Fall mit gefüllter Geldbörse betreten darf. Es gibt dort schlicht alles - angefangen von Möbeln und Deko über Heimwerker- und Bastelbedarf, Schreibwaren, total irres Spielzeug bis hin zu Küchensachen, Rad- und Autozubehör und eine kleine Katastrophenabteilung, wo man Trockenfutter, Schrankunterleger und Ähnliches für den Fall eines großen Erdbebens hier kaufen kann, gibt es auch. Und irgendein Teil - meistens leider mehrere - liegt dann immer plötzlich in meinem Einkaufskorb und will unbedingt mitgenommen werden. - Für meine Geldbörse auf jeden Fall mit Abstand der gefährlichste Ort in Tokyo. ;) Da Buchhandlungen irgendwie ihren Reiz verlieren, wenn man die meisten Bücher nur mit Kanjiwörterbuch lesen kann, mußte aber auch dringend ein Ersatz her. "Suchtverlagerung" sozusagen... :)

04.11.06

Permalink 22:25:57, von admin, 104 Wörter, 1303 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life

Taiyou no Uta

Ich habe das Video zu meinem derzeitigen Lieblingslied bei Youtube gefunden. Falls jemand mal reinhoeren will:

Taiyou no uta von Amane Kaoru

Das Lied ist hier zur Zeit ziemlich populär. Es kommt ursprünglich aus dem gleichnamigen Dorama, das diesen Sommer hier im Fernsehen lief. Amane Kaoru ist die Hauptfigur und die CD wird deswegen unter ihrem Namen verkauft. Die tatsächliche Sängerin heisst Erika Sawadaji. Ausserdem gab es auch eine Kinoversion des Films. Dort spielt die japanische Saengerin YUI die Hauptrolle und singt dort auch ihren Song “Goodbye Days", der m.E. ebenfalls eine Empfehlung wert ist.

02.11.06

Permalink 11:54:50, von admin, 318 Wörter, 2465 Ansichten  
Kategorien: Everyday Life, Geeks Only

Computer-Nachwuchs ;-)

Gestern habe ich meinen Uni-Laptop bekommen. :) Nachdem ich ja lange der Auffassung war, ich brauche keinen, und im Sakura-House auch wirklich beim besten Willen kein teures Gerät hätte lagern wollen, das nicht mir gehört, habe ich mir nach der letzten Besprechung mit meinem Betreuer dann doch einen bestellen lassen, weil er für die Experimente und eventuelle Präsentationen bei Konferenzen zweifellos eine sinnvolle Sache ist und ich nicht sicher bin, wie lange es noch dauert, bis mein eigenes Notebook das Zeitliche segnet.
Seit gestern habe ich das Gerät nun, und bin hellauf begeistert. Es handelt sich um ein 12 Zoll Subnotebook, das nur knapp 900 Gramm schwer ist, von Panasonic und angeblich soll der Akku bis zu 11 Stunden halten - wir werden sehen! Auf jeden Fall kann man es problemlos fast überall mit hinschleppen.
Soweit ich weiss, wird das Gerät nur in Japan verkauft. Es hat ein japanisches Betriebssystem und eine japanische Tastatur, die vor allem wegen ihrer Größe ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Generell kann ich den Rechner nur empfehlen! Werde später noch ein Foto hier reinsetzen, wo man auch den Größenvergleich mit meinem alten Aldi-Notebook sehen kann.

Das ist er:

Mini Compi

Geschickterweise habe ich es gestern dann noch geschafft, die Firmware von meinem WLAN-Router zu killen, der aber sowieso seit ich ihn gekauft habe, permanent damit beschäftigt war, mich mit kleineren und größeren Problemchen in den Wahnsinn zu treiben und sich jeden Tag mindestens zweimal so aufgehängt hat, daß man ihn nur noch vom Stromnetz trennen konnte. Was erwartet man auch schon von einem Gerät mit dem klangvollen Namen "Corega"? Ob der Hersteller wohl weiß, daß unter diesem Namen in Deutschland Produkte für die "dritten Zähne" verkauft werden? ;)
Auf jeden Fall wird heute Abend mein erster Weg nach Akihabara führen, um Ersatz zu beschaffen. Ich hoffe, ich treffe diesmal eine glücklichere Wahl.

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Genetix' Japan-Blog

Ich habe von Anfang Januar 2005 - August 2005 ein Praktikum in Atsugi, Kanagawa, Japan gemacht und absolviere nun mein Promotionsstudium am National Institute of Informatics in Tokyo. Ich werde hier in Zukunft alle, die es lesen wollen (oder die zufällig hier landen) mit mehr oder minder wissenswerten Informationen über das Land der aufgehenden Sonne versorgen. :)

My English short blog can be found at http://genetix.tumblr.com

For anyone interested in robots and AI-related stuff, please have a look at http://www.robotopia.de

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